Awareness und Diskriminierungssensibilität

Auf dem Kongress kommen vielfältige Perspektiven zusammen. Wir möchten, dass der Kongress ein sicherer Raum für alle Teilnehmenden ist. Das bedeutet, dass wir sexistisches, rassistisches, klassistisches, albeistisches oder anderweitig diskriminierendes Verhalten nicht tolerieren. Wir erkennen an, dass die meisten Menschen unbewusst und ohne böse Absicht in verschiedenen Situationen diskriminieren können. Viele Menschen tragen internalisierten Rassismus und Vorurteile in sich, weil wir so sozialisiert wurden. Auch wenn wir wollen, können wir dies nicht direkt überwinden. Aber: Wir können uns auf den Weg machen. Hierfür wollen wir als Kongress einen Beitrag leisten.

Wir appellieren daher an alle Teilnehmenden:

  • Prüfen Sie ihre Aussagen dahingehend, ob sie Personen diskriminieren. Beachten Sie hierzu unsere Hinweise zu diskriminierungssensibler Sprache
  • Wenn Sie auf diskriminierendes Verhalten oder Aussagen hingewiesen wurden, betrachten Sie es als Lernmöglichkeit und kommen Sie darüber ins Gespräch. Reflektieren Sie Ihre Privilegien und ihre Machtposition in einer Situation kritisch.
  • Weisen Sie andere Personen ggf. freundlich darauf hin, wenn Sie etwas Diskriminierendes festgestellt haben.
  • Wenn Sie in einer Situation Unterstützung benötigen, dann sprechen Sie das Kongressteam oder die Raumbetreuer*innen in den Veranstaltungen an.
  • Wenn Sie eine Grenzüberschreitung erlebt haben, dann informieren Sie bitte das Kongressteam. Auch wenn Sie keine direkte Unterstützung benötigen, möchten wir die Situation gerne in unserem Team reflektieren, um ggf. Weitere Maßnahmen daraus abzuleiten. Dazu können Sie vor Ort das Kongressteam und die Raumbetreuer*innen ansprechen oder uns im Nachgang eine E-Mail schreiben oder anrufen.

Hinweise zu diskriminierungssensibler Sprache:

Bitte achten Sie auf eine diskriminierungssensible (ggf. auch rassismuskritische) Sprache. Dies leistet einen wichtigen Beitrag für Chancengerechtigkeit, indem Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Religion, ihrer rassifizierten Zuschreibung, ihrem sozialen Status oder anderen Merkmalen respektiert und gewürdigt werden, denn Worte besitzen die Macht Menschen auszugrenzen. Stereotypische Zuschreibungen sind stigmatisierend und verfestigen Diskriminierung und Ausgrenzung. Eine Handreichung zu diskriminierungssensibler Sprache finden sie hier:  https://www.rki.de/DE/Content/GesundAZ/M/Migration_Gesundheit/Handreichung.html.

Fotos: André Wagenzik & Icons: Do Ra / fotolia.com